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Märkte

In Brasilien ist ein Markt nicht der Ort, wo man schnell und gezielt das Nötigste einkauft. Der Markt ist ein Zentrum lebhafter, ausgiebiger Begegnung: Wer hierher kommt, kennt die Händler, plaudert mit ihnen, fingert an Obst und Gemüse, probiert, empört sich lauthals über die hohen Preise und feilscht mit Inbrunst. Man begrüßt Bekannte und tauscht die letzten Neuigkeiten aus. Für zahlreiche Menschen auf dem Land ist der Marktbesuch nämlich die einzige Gelegenheit, mit der weiten Welt in Kontakt zu kommen und Neuigkeiten aufzuschnappen. Für Touristen sind sowohl die sonntäglichen Flohmärkte wie die täglich stattfindenden Mercados mit ihrer Vitalität, mit ihrer Vielfalt an Gerüchen und Farben von großem Reiz.

Zu den berühmtesten Märkten des Landes gehören die von Belem, Manaus, Salvador, Recife und Fortaleza. Die Feiras, die weitläufigen Märkte der Rinderzuchtgebiete im Nordosten und Süden des Landes, haben naturgemäß die grüßte Auswahl an Produkten aus Leder, Horn und Rinderfell. Dort kann man die tzpischen Hüte mit aufgestellter Krempe erstehen, die die Cangaceiros, die legendären Banditen des Nordostens, getragen haben.


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